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Konstanze Schleehauf, Dr. phil., Diplom-Pädagogin,
autorisiert für die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd (DKThR)


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Mädchen und Pferde

Hoss vor einer Theateraufführung

Grundgedanken zur mädchenparteilichen Arbeit mit dem Medium Pferd

In Anlehnung an die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, wurde von mir ein Konzept der mädchenparteilichen Arbeit mit dem Medium Pferd, in vielfältigen theoretischen und praktischen Zusammenhängen, erarbeitet. Sieht man die nach wie vor gängige Mädchensozialisation, und die damit verbundenen Gewalterfahrungen in ihren verschiedenen Dimensionen und Auswirkungen (z.B. Vertrauensverlust in sich selbst, in die eigene Wahrnehmung, in Beziehungen zu anderen Menschen, möglicherweise eine Ablehnung des eigenen Körpers bis hin zu selbstzerrstörerischen Impulsen und Schwierigkeiten im Umgang mit eigenen Grenzen), so kann das Erleben rund um die Pferde als positive Selbst- und Beziehungserfahrung gestaltet und genutzt werden.

Meine pädagogisch-therapeutische Arbeit basiert auf verschiedenen Vorüberlegungen zur Therapie für Menschen mit traumatischen Erlebnissen sowie auf der Reflektion präventiver Ansätze. Daneben ist eine beständige Reflektion der Dynamik im Beziehungsdreieck zwischen Teilnehmerin, Pferd und pädagogisch-therapeutischer Fachkraft notwendig. Weitere Arbeitsgrundlagen sind die sachorientierte Partnerschaft und ein reflektierter Umgang mit Ängsten der Teilnehmerinnen. Des Weiteren sehe ich meine Überlegungen zur Identitätsvielfalt als grundlegend an. (Hierzu finden Sie Texte unter "Veröffentlichungen")

Ich betone die individuelle Gestaltung eines jeden Therapieprozesses. Verschiedene Therapiethemen sind immer herauskristallisierbar, sie verlaufen jedoch nicht linear, sind nicht zwingend in einem vergleichbaren Ablauf und stehen in keiner vergleichbaren Gewichtung zueinander.

Das in der Fachliteratur z.T. stark favorisierte Aussprechen traumatischer Erfahrungen stellt in meiner Arbeit eine nicht zwangsläufig stattfindende Möglichkeit dar. Ich forciere das Sprechen über traumatische Erlebnisse nicht, wenngleich ich ein Redetabu ausschließe und bestrebt bin, darauf einzugehen, wenn ein Mädchen von sich aus direkt oder indirekt darauf zu sprechen kommt. Auch in dieser Hinsicht die Grenzen der Mädchen zu akzeptieren, liegt mir näher als ein vorformuliertes Therapieziel in einer gesetzten Zeitspanne zu erreichen. Ich gehe von einer Selbststärkung der Mädchen aus, die mit der konstruktiven Bearbeitung von Misstrauen, Grenzsetzungen, Ängsten, Aggressionen, Körpererleben und Fürsorge zu skizzieren ist.

 

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